Was ist das SAGA Tagebuch?

Das SAGA Tagebuch ist ein innovatives Instrument für die vertiefte Selbstreflexion und Analyse in beruflichen und persönlichen Kontexten. Es ermöglicht eine systematische Auseinandersetzung mit Ereignissen durch Fragen zu Sachverhalten, Annahmen, Gefühlen und Handlungen. Ideal für Führungskräfte und Personen, die sich persönlich weiterentwickeln möchten, bietet es Ansätze zur Verbesserung der Entscheidungsfindung und des Problemlösungsvermögens. Aber auch in wissenschaftlichen Arbeiten wird das Instrument genutzt.

Wofür steht SAGA?

SAGA steht für einen Ansatz, der die Verbindung von Wissen und Handeln in den Vordergrund stellt. Es bezieht sich auf die isländische Tradition des Erzählens und Berichtens von Geschehnissen. In diesem Kontext wird Wissen nicht nur als Sammlung von Fakten und Analysen verstanden, sondern auch durch praktische Anwendung und Erleben ergänzt. SAGA hilft dabei, Managementansätze zu überdenken, indem es die Bedeutung von Intuition und persönlichen Überzeugungen neben rationalen Entscheidungen hervorhebt. Es dient als Methode zur systematischen Analyse und Reflexion von Problemen in verschiedenen Dimensionen, wie Sachverhalten, Annahmen, Gefühlen und Handlungen. Dieser Ansatz ist besonders nützlich in der Führungskräfteentwicklung und Organisationsberatung, um komplexe Situationen besser zu verstehen und effektive Lösungen zu entwickeln.

Was ist ein SAGA Tagebuch?

Ein SAGA Tagebuch dient als persönliches Journal, in dem du deine Geschichten und Erlebnisse festhalten kannst. Es unterscheidet sich von traditionellen Tagebüchern durch seinen Fokus auf narrative Elemente, die es dir ermöglichen, deine Erlebnisse wie eine fortlaufende Geschichte zu dokumentieren.

 

Wofür steht die Abkürzung SAGA?

  • S – Sachverhalt: Dieser Teil fokussiert sich auf konkrete Informationen und Fakten, die eine Situation beschreiben. Hierbei spielen Sinneswahrnehmungen eine Rolle, da sie die Grundlage für das Erfassen von Sachverhalten bilden, sei es durch direkte Beobachtung oder durch Informationen aus anderen Quellen.
  • A – Annahmen: Dieser Abschnitt befasst sich mit den mentalen Verarbeitungen der gesammelten Informationen. Hier werden Einschätzungen, Vermutungen und Hypothesen betrachtet, die auf den Fakten und der persönlichen Interpretation beruhen.
  • G – Gefühle: In diesem Teil werden emotionale Reaktionen und intuitive Eindrücke erfasst. Es geht um die emotionale Dimension der Informationsverarbeitung, die oft schnelle und unmittelbare Reaktionen liefert.
  • A – Aktion: Hier konzentriert man sich auf Handlungen, Entscheidungen und Motivationen. Dieser Teil zielt darauf ab, aus dem Verständnis und den Gefühlen konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten.

Welche Fragen stellt man mit dem SAGA Tagebuch?

Im Rahmen des SAGA-Ansatzes können verschiedene Fragen helfen, ein tieferes Verständnis für Situationen und Herausforderungen zu entwickeln. So können im Bereich des “Sachverhalts” Fragen wie “Welche Vereinbarungen wurden getroffen?” oder “Wie war die genaue Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis?” gestellt werden. Diese zielen darauf ab, Fakten und objektive Informationen zu sammeln. Bei den “Annahmen” geht es um Fragen, die die persönliche Interpretation und Hypothesenbildung beleuchten, beispielsweise “Was sind deine Vermutungen zu den Ursachen des Ereignisses?” Im Bereich der “Gefühle” könnten Fragen wie “Wie hast du dich in der Situation gefühlt?” oder “Was war dein erster Eindruck?” verwendet werden, um emotionale Reaktionen zu erforschen. Schließlich können im Segment “Aktion” Fragen wie “Was ist dein nächster Schritt?” oder “Welche Handlungsalternativen siehst du?” helfen, konkrete Handlungsstrategien zu entwickeln.

Wie wird das SAGA Tagebuch gestaltet?

Bei der Gestaltung deines SAGA Tagebuchs hast du völlige Freiheit. Du kannst es mit Fotos, Zeichnungen oder anderen persönlichen Elementen anreichern. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem du dich kreativ ausdrücken und deine Erinnerungen lebendig halten kannst.

Wie macht man ein SAGA Tagebuch für wissenschaftliche Arbeiten?

Beispiel für ein SAGA Tagebuch

Thema: Die Implementierung neuer Technologien in traditionellen Schulsystemen

SAGA Tagebuch Eintrag 1:

  • Sachverhalt: Die Schule hat kürzlich interaktive Whiteboards in allen Klassenräumen installiert.
  • Annahmen: Es wird angenommen, dass diese Technologie das Lernerlebnis verbessern und die Schüler stärker einbinden wird.
  • Gefühle: Anfängliche Unsicherheit und Skepsis bei Lehrern und Schülern bezüglich der Nutzung der neuen Technologie.
  • Aktion: Lehrerfortbildungen zur effektiven Nutzung der Whiteboards; Feedback-Sitzungen mit Schülern nach den ersten Wochen der Nutzung.

SAGA Tagebuch Eintrag 2:

  • Sachverhalt: Einige Lehrer nutzen die interaktiven Funktionen der Whiteboards aktiv, während andere bei traditionellen Methoden bleiben.
  • Annahmen: Diejenigen, die neue Technologien nutzen, sehen eine Verbesserung in der Schülerbeteiligung.
  • Gefühle: Erhöhtes Engagement und Interesse bei Schülern, die mit interaktiven Inhalten arbeiten.
  • Aktion: Erstellen eines Austauschprogramms für Lehrer, um Best Practices und Erfahrungen zu teilen.