Die 10 häufigsten Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten

Viele wissenschaftliche Arbeiten enthalten typische Grammatikfehler, die die Verständlichkeit erschweren und die Qualität der Arbeit mindern. Eine präzise Ausdrucksweise hilft nicht nur dabei, Missverständnisse zu vermeiden, sondern macht den Text auch überzeugender. Wer sich bewusst mit den häufigsten Grammatikfehlern in wissenschaftlichen Arbeiten auseinandersetzt, kann diese gezielt vermeiden und die sprachliche Qualität seiner Texte verbessern.

Im Folgenden findest du die zehn häufigsten Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten – mit Beispielen und klaren Erklärungen zu den jeweiligen Regeln.

1. Falsche Kasusverwendung (Genitiv oder Dativ?)

Besonders häufig treten Fehler bei Präpositionen auf, die den Genitiv verlangen. Viele Schreibende ersetzen ihn fälschlicherweise durch den Dativ.

Fehlerhaft:
❌ Aufgrund dem schlechten Wetters konnte das Experiment nicht durchgeführt werden.

Korrekt:
✅ Aufgrund des schlechten Wetters konnte das Experiment nicht durchgeführt werden.

Regel:

Jede Präposition erfordert einen bestimmten Kasus. Beispielsweise verlangen aufgrund, wegen, während, trotz den Genitiv. Andere, wie mit, nach, bei, aus, benötigen hingegen den Dativ.

Merktipp: Falls Unsicherheit besteht, hilft es, die Präposition zusammen mit einem Nomen aus einem Wörterbuch zu prüfen.

2. Subjekt und Verb müssen zusammenpassen

Oft stimmt das Verb nicht mit dem Subjekt überein, weil der Satz zu lang oder verschachtelt ist.

Fehlerhaft:
❌ Die Ergebnisse des Experiments zeigt, dass die Hypothese falsch war.

Korrekt:
✅ Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass die Hypothese falsch war.

Regel:

Das Verb muss sich immer an Numerus (Singular/Plural) und Person des Subjekts anpassen.

  • Singular: Die Mehrheit hat zugestimmt.
  • Plural: Die Teilnehmer haben zugestimmt.

Achtung: Subjekte wie „die Mehrheit“ oder „ein Teil der Gruppe“ sind Singular!

3. Kommas in Nebensätzen als häufigste Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten

Viele lassen das Komma bei Nebensätzen weg oder setzen es an der falschen Stelle. Dadurch wird der Satz schwer verständlich.

Fehlerhaft:
❌ Es ist offensichtlich dass die Ergebnisse korrekt sind.

Korrekt:
✅ Es ist offensichtlich, dass die Ergebnisse korrekt sind.

Regel:

Ein Komma trennt den Hauptsatz vom Nebensatz, wenn dieser mit dass, weil, obwohl, nachdem, bevor, wenn, während beginnt.

Tipp: Wer den Satz laut liest, erkennt oft intuitiv, wo eine Pause (und damit ein Komma) nötig ist.

4. „Als“ oder „wie“ im Vergleich?

Beim Vergleichen nutzen viele Schreibende „wie“, obwohl „als“ richtig wäre.

Fehlerhaft:
❌ Das Experiment war erfolgreicher wie erwartet.

Korrekt:
✅ Das Experiment war erfolgreicher als erwartet.

Regel:

  • „Als“ steht bei Ungleichheit:
    ✅ Er ist größer als sein Bruder.
  • „Wie“ steht bei Gleichheit:
    ✅ Er ist genauso groß wie sein Bruder.

Eselsbrücke: Wenn zwei Dinge gleich sind, verwendet man „wie“. Sind sie unterschiedlich, nutzt man „als“.

5. „Das“ oder „dass“?

Dieser Fehler ist besonders verbreitet, weil beide Wörter fast gleich klingen.

Fehlerhaft:
❌ Es ist wichtig, das die Ergebnisse korrekt sind.

Korrekt:
✅ Es ist wichtig, dass die Ergebnisse korrekt sind.

Regel:

  • „Das“ ist ein Relativpronomen und kann durch „welches“ ersetzt werden.
  • „Dass“ ist eine Konjunktion und leitet Nebensätze ein.

Testmethode: Wenn sich „das“ durch „welches“ ersetzen lässt, ist es richtig. Falls nicht, gehört dort „dass“.

6. Getrennt oder zusammen?

Viele Wörter schreibt man fälschlicherweise auseinander oder zusammen.

Fehlerhaft:
❌ Das Ziel war, die Daten aus einander zu analysieren.

Korrekt:
✅ Das Ziel war, die Daten auseinander zu analysieren.

Regel:

  • Zusammenschreibung, wenn eine neue Bedeutung entsteht („zurückkommen“, „auseinandernehmen“).
  • Getrenntschreibung, wenn Adverb und Verb getrennt Sinn ergeben („getrennt schreiben“, „leicht fallen“).

Tipp: Steht das Wort im Duden als Einheit, dann gehört es zusammen.

7. Präsens- oder Präteritum-Passiv?

Viele wechseln unbewusst zwischen Präsens- und Präteritum-Passiv.

Fehlerhaft:
❌ Das Experiment wird gestern erfolgreich durchgeführt.

Korrekt:
✅ Das Experiment wurde gestern erfolgreich durchgeführt.

Regel:

  • Präsens-Passiv: „Das Experiment wird durchgeführt.“
  • Präteritum-Passiv: „Das Experiment wurde durchgeführt.“

Merksatz: Wenn eine Zeitangabe in der Vergangenheit steht, gehört das Verb ins Präteritum.

8. Wortstellung in Nebensätzen als häufigste Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten

In Nebensätzen stehen Wörter oft in der falschen Reihenfolge.

Fehlerhaft:
❌ Die Studie zeigt, dass ist das Ergebnis signifikant.

Korrekt:
✅ Die Studie zeigt, dass das Ergebnis signifikant ist.

Regel:

Im Nebensatz steht das konjugierte Verb immer am Ende.

Tipp: Wer sich unsicher ist, sollte den Satz umformulieren und die Verbposition prüfen.

9. Unnötige Anglizismen vermeiden

Viele wissenschaftliche Texte enthalten direkte Übersetzungen aus dem Englischen.

Fehlerhaft:
❌ Die Studie fokussiert auf die Auswirkungen von Stress.

Korrekt:
✅ Die Studie konzentriert sich auf die Auswirkungen von Stress.

Regel:

Englische Begriffe sollten nur verwendet werden, wenn es keine treffende deutsche Entsprechung gibt.

Achtung: Viele direkte Übersetzungen klingen unnatürlich, auch wenn sie grammatikalisch korrekt sind.

10. Falsche Präpositionen bei Verben als häufigste Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten

Besonders häufig treten Fehler bei festen Verb-Präposition-Kombinationen auf.

Fehlerhaft:
❌ Er war interessiert an zu lernen.

Korrekt:
✅ Er war interessiert daran, zu lernen.

Regel:

Jedes Verb benötigt eine bestimmte Präposition:

  • sich interessieren für
  • abhängen von
  • bestehen aus

Tipp: Eine Liste mit festen Verbindungen hilft, Unsicherheiten zu vermeiden.

Wer diese Grammatikfehler in wissenschaftlichen Arbeiten vermeidet, schreibt verständlichere und professionellere Texte. Eine saubere Grammatik sorgt nicht nur für bessere Noten, sondern auch für überzeugende Argumente.

 

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